HSN und TSN: So liest du deinen Fahrzeugschein
Zwei kleine Nummern im Fahrzeugschein identifizieren jedes Auto exakter als jede Modellbezeichnung: HSN und TSN. Wer sie findet, spart sich das Rätselraten bei Versicherung, Ersatzteilen und Kosten.
Wo die Nummern stehen
Nimm die Zulassungsbescheinigung Teil I (den „Fahrzeugschein", das gefaltete Papier, das ins Auto gehört):
- Feld 2.1 — HSN: die Herstellerschlüsselnummer mit vier Ziffern. Sie steht für die Marke: 0603 ist Volkswagen, 0005 BMW, 0035 Opel.
- Feld 2.2 — TSN: die Typschlüsselnummer. Die ersten drei Zeichen zählen (zum Beispiel BNR); was danach kommt, kannst du ignorieren.
- Feld B: das Datum der Erstzulassung. Das brauchst du oft zusammen mit den Schlüsselnummern.
In alten Papieren (Fahrzeugschein vor 2005) heißen die Felder „zu 2" und „zu 3", die Nummern selbst funktionieren gleich.
Was die Nummern können
HSN und TSN benennen nicht nur „VW Polo", sondern die exakte Ausführung: Motor, Leistung, Kraftstoff. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt dazu ein Verzeichnis mit über 20.000 Pkw-Typen. Deshalb fragen Versicherer im Antrag zuerst nach diesen Nummern, und deshalb bekommst du mit ihnen präzisere Antworten als mit jeder Modellsuche:
- Versicherung: Tarifrechner finden mit HSN/TSN sofort das richtige Fahrzeug samt Typklasse.
- Ersatzteile: Händler und Werkstätten bestellen passgenau statt nach Baujahr zu schätzen.
- Kostencheck: In der AutoBudget-App tippst du HSN, TSN und Erstzulassung ein — die App holt die exakten technischen Daten aus dem KBA-Bestand und rechnet die Monatskosten mit deinen echten Fahrzeugdaten statt mit Schätzwerten.
Beim Gebrauchtwagenkauf: Nummern zeigen lassen
Vor der Besichtigung kannst du den Verkäufer nach HSN und TSN fragen. Seriöse Verkäufer nennen sie ohne Zögern. Damit prüfst du schon von zu Hause, ob das Inserat zur tatsächlichen Motorisierung passt („1.0 TSI" ist schnell geschrieben), und rechnest die Monatskosten durch, bevor du hinfährst. Stimmen Inserat und Schlüsselnummer nicht überein, ist das ein Warnsignal: manchmal ein Tippfehler, manchmal mehr.
Häufige Stolpersteine
- Zu viele Zeichen: In Feld 2.2 stehen oft acht Zeichen. Für fast alle Zwecke zählen nur die ersten drei.
- Führende Nullen: Die HSN hat immer vier Ziffern, „603" ist eigentlich „0603". Gute Eingabemasken ergänzen das selbst.
- Teil I und Teil II verwechselt: Die Nummern stehen in beiden, aber unterwegs hast du Teil I dabei. Teil II (den „Brief") lässt man zu Hause.
Direkt ausprobieren: Fahrzeugschein raus, App auf: HSN, TSN und Erstzulassung eintippen, Monatskosten mit Ampel-Bewertung sehen. Funktioniert für über 20.000 Fahrzeugtypen. AutoBudget für iPhone laden (einmalig 0,99 €).